Kategorie: Allgemein

Slot für Nizza 2019 „erkämpft“

Beim 70.3 Ironman Zell am See konnte ich mir den Slot für die Ironman WM in der Age Group M45-49 sichern. Bis dahin war es aber ein harter Kampf…

Am Freitag angereist nach Zell am See war eine Hauptbeschäftigung sich mit zahlreichen Wetter Apps auseinanderzusetzen. Alle hofften wir auf ein doch besser werdendes Wetter. Auch beim Racebriefing am Samstag hoffte man auf „brauchbares“ Wetter. Ein Plan B wurde nicht kommuniziert. Sonntags morgen dann das „böse“ Erwachen. Regen in Zell am See bei nur 4 Grad, Maria Alm 3 Grad, Dienten Schnee 2 Grad und Filzensattel noch mehr Schnee und 1 Grad. Ein „Triathlon“ rückte in weite Ferne. Ich stellte mich jedoch auf ein Radfahren ein und hatte schon meine komplette Winterausrüstung hergerichtet. Ich war auch vom Kopf bereit für das Rennen mit Radpart. Ab 9:20 endlich Informationsfluss — Rad gestrichen, nur Swim Run über die ursprüngliche Distanzen und Startverschiebung von 11:10 auf 13:20. Super – ganze Nahrungsvorbereitung für Start um 11:10 umsonst… Jetzt war es wichtig sich auf die neue Situation gut vorzubereiten. Durch das Streichen des Radpart verbesserte sich meine Ausgangspostion nicht – immerhin ist das Radeln zumindest wie das Laufen meine stärkste Disziplin… Und die guten Schwimmer können den Vorsprung über einen Halbmarathon ins Ziel „retten“…
Mit meinem Freund und gleichzeitig „Gegner“ Franz begab ich mich in die Startbox zum Schwimmen. Wir stellten uns nebeneinander auf. Mit einem Rollingstart durften wir uns in den 21 Grad warmen Zeller See begeben. In der Reihe von Franz ging es etwas schneller und so startet er etwa 30″ vor mir. Somit verlor ich ihn auch aus den Augen. Das Schwimmen verlief für mich diesmal nicht so gut. Ohne der Action mit Massenstart und direkten Kontakt mit den Mitstreitern bin ich anscheinend nicht so „motiviert“ 😉 Nach 33:08 kam ich in die Wechselzone. Beim Ausziehen des Neo merkte man gleich die kühle Außentemperatur von 8 Grad. Da ich überhaupt nicht informiert war ob ich vor Franz oder hinter Franz lag, starte ich mit sehr schnellen Kilometerzeiten zwischen 3:45 und 3:50. Schon auf den ersten 3 Kilometern lief ich mich in die Top Ten in meiner AgeGroup. Bei km 6 erblickte ich Franz das erste Mal vor mir. Ziemlich rasch konnte ich dann die Lücke zwischen uns beiden schließen. Auf den ersten 7,2 km lief ich 65 Sekunden schneller als Franz. Dies sollte sich dann später noch etwas rächen. Ich lief an Franz vorbei und er ließ sich zu dem flotteren Tempo nicht verleiten. Schon bei km 8 spürte ich etwas meine Adduktoren… Bis km 12 konnte ich weitere 25″ schneller laufen… ab km 13 wurde es richtig „hart“ für mich. Meine Kilometerzeiten wurde auch langsamer… Es folgten drei relativ „langsamere“ Kilometer mit Kilometerzeiten um 4:05. Danach schoss es mir ein, dass ich so niemals einen Slot für Nizza erlaufen werde. Was tun war die Frage? Kämpfen! Beißen! Um dies auch umzusetzen dachte ich an eine ganz wichtige Person in meinem Leben. Immer wieder dieses Bild vor Augen. Und es lief wieder. Auch Franz konnte wieder fast auf mich auflaufen. Irgendwann sah ich in meinem letzten Augenwinkel einen TopTriTeam Anzug 😉 Dauernd spürte ich seinen Atem… Ich biss, kämpfte und ließ meine Qualen und Schmerzen wie Iron Alex aus meinen Körper 🙂 Meine Beine immer schwerer. Trotzdem konnte ich den letzten Kilometer noch in 3:51 in die Innenstadt von Zell laufen. Mit einer Halbmarathonzeit von 1:22:55 finishte ich in 1:58:50 auf Platz 5 von 193 „Gleichaltrigen“. Gesamt Platz 100 von 1678 Männer. Franz war schließlich 46 Sekunden hinter mir – Platz 7. Beide erhofften wir uns den Slot für Nizza 2019. Am Abend dann das große „Zittern“. Ich konnte gerade den letzten Slot in unserer AgeGroup erreichen. Jetzt drücke ich mal Franz für Hawaii am 13. Oktober die Daumen und hoffe, dass er sich am 26. Mai 2019 in St. Pölten den Slot für Nizza holt 🙂

Fazit:
Eines der härtesten Rennen für mich. Muskulär am Limit (vielleicht zu „aggressiv“ angelaufen). Wertvolle mentale Erfahrung gemacht. Das beste aus der Situation gemacht. Am Ende zählt nur der Slot für NIzza 2019!!

Gerasdorf Triathlon

  Am Sonntag den 12. August fanden im Rahmen des Gerasdorfer Triathlon die Niederösterreichischen Landesmeisterschaften über die Olympische Distanz statt. Bei optimalem Triathlonwetter (Sonne, kaum Wind, 25 Grad Luft) mussten wir 3 Runden im 26 Grad warmen Badesee zurücklegen. Ich gab gleich von Beginn alles weil ich wusste dass ich in Topform bin. Zum ersten Mal war ich mit meiner Schwimmleistung mehr als zufrieden. Ich schwamm mit „Gegnern“ und „Freunden“ mit denen ich beim Schwimmen noch nie mithalten konnte. Nach den 1500 Metern kam ich mit 25:57 auf Platz 14 aus dem Wasser (ua. mit den „starken“ Schwimmern Rene, Markus und Heinz… beim 70.3.St. Pölten kamen die drei ua. 3 Minuten vor mir aus dem Wasser). Es folgte dann mit 38″ der schnellste Wechsel aller Teilnehmer und auch auf dem Rad ging es weiter nach vorne. Für das Streckenprofil (2 flache Runden mit sehr kurzen Anstiegen auf Autobahnbrücken) war ich mit dem Radpart absolut zufrieden. 56:28 war die 7. schnellste Zeit und auf Platz 5 stieg ich vom Rad. Mein zweiter Wechsel war wirklich perfekt. 36 Sekunden waren wiederum der schnellste Wechselsplit (somit war ich heute der flinste Wechsler). Damit verließ ich schon auf Platz 3 die Wechselzone (dies rief mir HP zu). Wow, Wahnsinn dachte ich mir 😉 Platz 2, Andreas Trimmel, war auch nur mehr wenige Meter vor mir. Nach einem von 10 Laufkilometern konnte ich Andreas dann auch gleich überholen. Sukzessive fiel er dann leicht zurück. Platz 1 war außer Reichweite. So konnte ich es dann richtig genießen auf Platz 2 zu Laufen. 10,1 km auf größtenteils Schotter in 39:13 können sich auch sehen lassen 🙂 Mit 2:02:53 übequerte ich überglücklich die Ziellinie. Andreas Trimmel folgte in 2:03:45; Platz 1 sicherte sich Mario Fink in 1:57:29.
Damit wurde ich Niederösterreichischer Vizelandesmeister sowie Landesmeister der Mastersathleten M45-49.
Jetzt gilt es nach Platz 3 in der Vorwoche in Pöttsching und Platz 2 in Gerasdorf die „Überform“ zu konservieren und am 26.8. in Zell am See abzurufen….

Triathlon Pöttsching

Am Samstag den 4.8. fand in Pöttsching bereits zum 29. Mal der Triathlon statt.
Folgende Distanzen: 800 m Schwimmen, 36 km Rad und 7,5 km Laufen standen an der Tagesordnung

Bedingungen: fast sensationell 😉 Wassertemperatur 28 Grad (fast schon zu warm), Sonnenschein und 35 Grad….

Ich war topmotiviert und feilte die letzten Wochen an meiner Schwimmform. Auch einige Radkilometer spulte ich runter… Das „verbesserte“ Schwimmen sollte zum Grundstein zu meinem „best race ever“ werden….
Als 15. kam ich aus dem Wasser. Ein nicht ganz optimaler Wechsel (in die falsche Radreihe gelaufen, Startnummer nicht gleich montiert, Trinkflasche schon wieder verloren….) kostete mich wertvolle 20-25 Sekunden. Etwas verärgert nahm ich die Verfolgung auf. Noch in der ersten von zwei Radrunden konnte ich mich auf Platz 4 vorradeln. Schließlich kam ich mit der 3. besten Radzeit schon zeitgleich mit dem Dritten in die Wechselzone. Bei gefühlten 50 Grad gab ich alles und lief ein konstantes Tempo von 3:50 – 3:55. Dadurch konnte ich auch meinen Mitstreiter und Freund, Robert Bauer, um Gesamtrang drei abschütteln. Somit überquerte ich als überlegener Gesamtsieger der Altersklasse M40-49 und Gesamtdritter überglücklich die Ziellinie…
Der Wettkampf diente als Vorbereitung für die Niederösterreichischen Landesmeisterschaften kommenden Sonntag (12.8.) über die Olympische Distanz beim Marchfeld Tri.

Mostiman – Österreichischer Meister in der AK45-49

Am Samstag den 14.Juli wurden im Rahmen des Mostiman die Österreichischen Meistertitel über die Olympische Distanz vergeben. Ursprünglich war dieser Wettkampf gar nicht auf meinem Kalender eingetragen. Nachdem DNF beim Ironman Austria vor zwei Wochen fixierte ich erst vor wenigen Tagen meine zweite Saisonhälfte. Sozusagen Plan B 🙂
Der Mostiman ist eine wirklich geile Triathlonveranstaltung. Da muss man einfach dabei sein….
Nun aber zu meiner Performance an diesem Tag. Relativ locker ging ich das alles an. Vor meinem Start am Nachmittag betreute ich Vormittags unsere Vereinskids bei den diversen Kinderbewerben. Kurz vor unserem Start zog eine kleine „Gewitterzelle“ über Wallsee. Heftiger Wind und ein paar Regentropfen kühlten etwas ab… Das Schwimmen fand heute ohne Neo statt, da der Donauarm 22,5 Grad hatte. Ich freute mich sogar darüber. Zwei Runden über je 750 m (mit einem Landgang und Sprung ins Wasser 🙂 ) mussten wir bewältigen. Mein Motto lautete heute: „Martin, du musst heute beim Schwimmen dabei sein…!“ Daher gab ich diesmal wirklich alles… Zu Beginn der zweiten Runde erblickte ich einen Triathlonanzug des TopTeamTri NÖ. Und es sollte mein Freund Franz Leitner sein 😉 Somit wusste ich, dass das Schwimmen nicht so schlecht lief! Jetzt musste ich natürlich dran bleiben. Und es gelang mir auch. Fast zeitgleich stiegen wir aus dem Wasser! Die Zeit war aber etwas ernüchternd – 26:41. Mehr als 3 Minuten langsamer als im Vorjahr… aber es war heuer ohne Neo und die Bojen stehen auch nicht jedes Jahr gleich. Und mit Franz aus dem Wasser zu steigen ist für mich schon mal sehr gut. Also machte ich mich auf zu meinem Wechselplatz. Es folgte leider ein nicht ganz perfekter Wechsel. Erstens fand ich nicht gleich mein Rad, dann ist mir beim Rausschieben des Rades die Trinkflasche rausgeflogen (diese brauchte ich aber unbedingt… ohne flüssiger Ernährung geht über 38 km Rad bzw. beim anschließenden 10er nichts) und dann löste sich anscheinend auch noch eine Gummiringerl mit welchem die Radschuhe am Rad fixiert waren… Dies kostete in Summe etwa 15 Sekunden. Franz sah ich trotzdem vor mir. Aber auf den ersten Kilometern am Rad konnte ich ihm nicht folgen und so setzte er sich etwas ab von mir. Beim Anstieg auf den Parlamentsberg kam ich ihm dann wieder näher und bei der folgenden rasanten Abfahrt konnte ich ihn überholen. Franz versuchte mir zu folgen. Kurz vor Wallsse ging er nochmals an mir vorbei. Noch vor dem Ende der ersten Runde überholte ich ihn erneut. Bei der Einfahrt Ende 1. Runde/Beginn 2. Runde blickte ich mich kurz um und war erstaunt, dass Franz meinem Tempo nicht mehr folgte. Auf dem folgenden Hotspot – dem HEARTBREAK HILL – ging ich angefeuert von den Zuschauerinnen volles Tempo. Auf der zweiten Runde überholte ich noch einige Athleten (ua. eine Gruppe angeführt von Rene). Aber keiner folgte meinem Tempo. Somit ging es nach 1:01:06 nun zum zweiten Mal in die Wechselzone. Der Wechsel verlief gut. Beim Verlassen der Wechselzone sah ich, dass erst die nächsten Verfolger rein kamen. Drei Laufrunden gab es nun zu bewältigen. Es war mittlerweile wieder ziemlich schwül geworden, dadurch war das Laufen nicht so einfach. Ich konnte noch zwei oder drei Plätze gut machen und finishte in der Österreichischen Staatsmeisterschaft auf Platz 15 Overall und Platz 1 und somit Gold in der AgeGroup M45-49.
Schwimmen: 26:41
WZ 1: 1:15
Bike: 1:01:06
WZ 2: 00:57
Run: 39:37
Gesamt: 2.09:31

Eisenmann Litschau

14 Tage nach dem 70.3 St. Pölten startete ich zur letzten Formüberprüfung beim Eisenmann in Litschau. Ganz nach dem Motto „Die Lutscher sollen daheim bleiben“. Ein sehr hügeliger Radkurs sorgt hier für ein sehr faires Rennen. Anschließend folgt dann noch eine 5,5 km lange Runde um den Herrensee – welche 4 x zu laufen ist und auch je Runde 70 Höhenmeter aufweist.
Um 11:20 erfolge der Start im 23,5 Grad warmen Herrensee. Wie üblich fühlte sich das Schwimmen sehr gut an – die Pace war aber wie immer zu langsam 🙂 Mit 32:33 verließ ich als 21. den Herrensee. Bereits auf der 1. Radrunde konnte ich mich auf den 6. Gesamtplatz bei den Männern vorarbeiten. Ich wusste ungefähr wer vor mir war. Leider war es ab nun ein „einsames“ Rennen. Ich konnte nach vorne niemanden mehr „erspähen“. Was zeitweise auch die Motivation etwas trübte. Somit ging es auch als 6. auf die Laufstrecke. Ich dachte mir, dass ich vielleicht hier noch jemanden überholen könnte. Aber mir war bald klar, dass anscheinend die Abstände etwas zu groß waren. Ich konnte zumindest bei den hohen, schwülen Temperaturen eine zufriedenstellende Laufperformance abliefern. Es gab keinen Einbruch. 1:36:46 auf 22 km mit 270 Höhenmeter sind nicht schlecht. Mit 4:37:47 finishte ich als 6. Gesamt bei den Männern und 2. Platz AK 45-49. Auf Platz 5 (Polak Johannes) hatte ich einen Rückstand von 2:50; andererseits hatte ich auf den nächstfolgenden auf Platz 7 (Frad Georg) einen Vorsprung von über 14 Minuten…
Fazit:
Die Form für den Ironman Klagenfurt am 1. Juli passt sehr gut. Ich weiß nun wie ich mein Rennen hiefür anlegen werde…
Jetzt ein paar Tage erholen, dann noch ein paar Radkilometer und dann die Form konservieren…

IM 70.3 St. Pölten

Eine kurze Nachlese zum gestrigen IM 70.3. St. Pölten
Im Vergleich zum Vorjahr wurden wir heuer mit Sonne und Wärme belohnt. Die beiden zu durchschwimmenden Seen hatte auch eine angenehme Wassertemperatur von 20-21 Grad.
Heuer durften die AgeGroup-Athleten wie die Profis vom Steg aus (mit einem Sprung) ins Wasser starten. Leider wie in den letzten Jahren üblich geworden als „Rolling Wave Start“. Ich startete in der ersten Welle nach den Profis um mit meinen „Freunden“ Mann gegen Mann zu fighten und dabei Spaß zu haben. Im Endeffekt war meine Schwimmzeit von 34:22 etwas zu langsam. Der Großteil in dieser Welle kam mit 30-32 Minuten in die Wechselzone. Dadurch war ich am ersten Teilstück der Radstrecke auf der Schnellstraße Richtung Krems viel alleine unterwegs. Das machte an diesem Tag schon einiges aus. Es geht nur flach dahin und es gab hier leider Gegenwind. Jeder von euch weiß wenn man hier in einer „Gruppe“ dabei ist und immer wieder andere überholen kann, was man hier gewinnen kann… aber so ist der Rennverlauf… mal auf deiner Seite, mal nicht! Mit 2:29:48 blieb ich knapp unter 2:30. Etwas mehr hätte ich mir hier schon erwartet. Nun ging es auf die Laufstrecke. Das Motto lautete heute hier „Martin, heuer wirst du das Laufen genießen!!“ (bei zwei bisherigen Starts war bis jetzt immer ein Einbruch dabei und somit mit „Quälerei“ verbunden). Die ersten 3-4 km waren nicht ganz so locker. Aber dann lief es von ganz alleine. Das war schön. Ich konnte viel überholen und das machte richtige Spaß. Mit gleichmäßigen Kilometerzeiten konnte ich die Laufstrecke in 1:26:02 durchlaufen. Mit 4:35:40 kam ins Ziel. Somit persönliche Bestzeit in St. Pölten… in meiner AK45-49 reichte dies für den 5. Platz. Auf Stockerl fehlten hier etwas mehr als 2 Minuten. Diesen 3. Platz hat mein lieber Freund Franz Leitner erreicht 🙂
Hier noch ein paar statistische Daten:
Nach dem Schwimmen war ich in meiner AK auf Platz 29. Auf dem Rad konnte ich mich auf Platz 8 vorfahren. Und beim Laufen nochmals 3 Plätze gut machen.
Somit AK Platz 5 von 243
Overall Männer 65 von 1397

Österreichische Meisterschaft im Duathlon, Rohrbach

Hart, härter, Duathlonmeisterschaften in Rohrbach 😉
Jedes Jahr eines der härtesten Rennen. Heuer fand der Bewerb am Samstag den 14. April bei frühligshaften Temperaturen statt. Sonnenschein, jedoch ein lästiger, starker Wind… Den Anfang machte eine Laufstrecke über 8,8 km mit etwa 150 Höhenmeter. Hier lief es schon einmal nicht so locker wie im Vorjahr. Obwohl das Training deutlich besser verlief konnte ich meine Pace aus dem Vorjahr nicht unterbieten. Das hat mich schon etwas verwundert. Ich hatte so ein gutes Gefühl in meinen Lauftrainings. Es folgte dann der schnellste Wechsel aller Athleten (auch nicht schlecht) und es ging los auf die harte Radstrecke. 3 Runden, 39,2 km, 530 Höhenmeter, starker Gegenwind und teilweise auch Rückenwind im Flachen. Bereits in der zweiten Runde (nach dem Bergaufstück) waren meine Haxn hinüber. Spürte bereits leichte Krampfansätze ;-). Daher musste ich etwas dosierter fahren. Die dritte Runde war dann echt hart. Aber ich habe es geschafft. Mit einer tollen dritten Radrunde konnte sich mein Lieblingsgegner in meiner AK – Franz Leitner – zu mir vorarbeiten. Gemeinsam verließen wir die Wechselzone. Franz drückte gleich ordentlich aufs Gas und versuchte schon zu Beginn eine Vorentscheidung. Ich musste dranbleiben. Ich komplett hinüber und Franz auch voll am Limit. So kämpften wir Schulter an Schulter. Vor dem Ende der ersten Runde konnte sich Franz kurz absetzen aber ich konterte und konnte mich zumindest kurz ein paar Meter absetzen. Irgendwie hoffte ich dass dies bereits eine Vorentscheidung war. Franz war aber gleich wieder da… und er suchte dann gleich auch beim Bergabstück die Vorentscheidung. Ich war nicht mehr bereit zu folgen 😉 So finishte ich auf Gesamtplatz 19. in 1:59:50 und sicherte mir damit – zumindest mein Minimalziel eine Medaille bei der ÖM in meiner AK45-49 – BRONZE. 8 sec hinter Franz. Gold holte „Gubi“ Markus Gubert aus Kärnten. Herzliche Gratulation an meine Mitstreiter!
Vergleich zum Vorjahr:
Laufzeiten 2017: 50:37; Laufzeiten 2018: 50:13
Radsplit 2017: 1:11:03; Radsplit 2018: 1:08:40
Wechselzeiten 2017: 01:12; Wechselzeiten: 2018: 00:55
Endzeit 2017: 2:02:53; Endzeit 2018: 1:59:50

Sensationell auch die Leistungen der neuen StaatsmeisterIn! Bei den Damen Sandrina Illes mit einer phänomenalen Laufpace und bei den Herren Andreas Silberbauer mit einem unglaublichen Radsplit… Beide stellten neue Streckenrekorde auf. Herzliche Glückwünsche!

Österreichische Meisterschaften Wintertriathlon; Alternativtraining Langlauf


Lange habe ich mich jetzt nicht gemeldet. Aber nach den gestrigen Österreichischen Staatsmeisterschaften im Wintertriathlon ist es wieder soweit. Bevor ich auf diesen Wettkampf eingehe, noch ein paar Zeilen über das Alternativtraining „Langlaufen“. Auf Langlaufski stehe ich erst seit 2013. Also das war der 5. Winter. Leider gibt es bei uns kaum Möglichkeiten hiefür. Langlaufen ist meist nur durch eine Anfahrt von 1 – 2 Stunden möglich. Das ist sehr mühsam. Daher versuche ich immer wieder mit „Wochenendblöcken“ diese Leidenschaft auszuüben. Um mich etwas besser auf das Langlaufen beim Wintertriathlon einzustellen, habe ich heuer in der Vorbereitung 4 Langlaufrennen bestritten. Im Dezember startete ich beim LL-Rennen am Ötscher (2. Platz in meiner AK) und im Februar war ich bei den Rennen in Bärnkopf und Gutenbrunn sogar jeweils mit Sieg in meiner AK erfolgreich. Ein tolles Erlebnis war auch der Steiralauf im Jänner über 50 km.
Auf Grund der guten Ergebnisse ging ich auch ziemlich motiviert bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Wintertrtriathlon an den Start. Der Streckencheck im Vorfeld ergab, dass es schwierige, winterliche Streckenverhältnisse gab. Daher versuchte ich beim Laufen Kraft zu sparen und ordnete mich um Platz 25 ein. Kontinuierlich konnte ich mich nach vorne orientieren und kam dann nach 7 km (7 km in 34:45 sagt wohl alles über die Bodenverhältnisse…) auf Platz 12 in die Wechselzone um auf das MTB zu wechseln.

Beim Verlassen der Wechselzone stieg ich leider etwas zu früh aufs Rad und kassierte hiefür eine 15 Sekunden Zeitstrafe (welche ich nach der 1. Langlaufrunde „absitzen“ musste). Die Bedingungen auf der MTB Strecke kamen mir entgegen. Vier Runden wo man seine technischen Fähigkeiten ausspielen konnte. Im nachhinein würde ich sagen, dass ich vielleicht zu vorsichtig fuhr und hätte mehr Risiko bei Überholungen/Überrundungen nehmen können. Aber mit dem 8. besten Radsplit konnte ich mich auf Platz 9 einreihen. Einige Mitstreiter sah ich dabei unmittelbar vor mir. Wahnsinn dachte ich mir. Das ist mein Tag. Da gehen sich heute die Top 5 aus. Immerhin rechnete ich mir noch einiges beim Langlaufen aus.

Schnell merkte ich, dass ich aber heute in dieser Rechnung nicht meinen Ski berücksichtigt hatte. Dieser ging überhaupt nicht. Ich glaube nicht, dass es am gewählten Wachs lag. Schlicht und einfach am Ski. Es ist ein „cold“ Ski und dieser ging bei „warmen, feuchten 0 Grad“ überhaupt nicht… in den Abfahrten hat er richtig „gestockt“. Eine 26. Langlaufzeit hat mich doch ziemlich enttäuscht! Ich verlor im Gesamtranking trotzdem nur 3 Plätze aber leider auch die erhoffe Silbermedaille in der AK45-49. Diese sicherte sich verdient heute Innerhofer Alois. Gold war schon eigentlich vor dem Start an den Österreichischen Staatsmeister Silvio Wiltschnig vergeben. Aber schließlich reichte es zu Bronze und wenn man bei ÖM eine Medaille macht, darf man nicht raunzen…

Altstadtadventlauf Mödling


Nachdem ich bereits im letzten Jahr schon in Mödling gestartet bin und mir der Flair, die Stimmung und die Strecke dort super getaugt haben, war es heuer für mich ein Pflichttermin dort zu starten. Als erstes war ich als Coach für unsere Nachwuchsläuferinnen und -läufer im Einsatz. Wir, die Triheroes, konnten 43 Kids dazu motivieren bei den Kinderbewerben zu starten. Damit wurden wir auch als Verein mit der größten Gruppe prämiert. Motiviert von diesem „Erfolgserlebnis“ begann ich mein Aufwärmprogramm. Da mir doch ziemlich kalt war wählte ich diesmal ein langes Aufwärmprogramm, damit mein Körper bei den niedrigen Temperaturen gut vorbereitet ist. Gleich zu Beginn ging es wie immer zur Sache. Ich wählte eher ein „dosiertes“ Tempo. Somit konnte ich die 3 Runden (10 km) ziemlich gleichmäßig laufen. Mit für mich überraschenden 36:10 lief ich als Erster der Altersklasse M40-49 ins Ziel. (Ich wusste darüber erst bei der Siegerehrung Bescheid, da mein Handy den Geist aufgab und ich somit nicht nach den Ergebnissen nachsehen konnte… Umso größer war die Freude…). Die Altersklasse war sehr gut besetzt. Die ersten acht waren nur durch 78″ getrennt…
Gegenüber dem Vorjahr konnte ich meine Zeit um 10 Sekunden toppen! Die letzten Wochen habe ich sehr viel im Bereich der untersten Grundlage trainiert. Somit weiß ich dass ich für die „anstrengende“ Saison 2018 bereits eine gute Basis gelegt habe.

Langdistanzpremiere in Podersdorf

Eigentlich war das Debüt auf der Langdistanz in Klagenfurt für den 1. Juli 2018 vorgesehen. Unverhofft kommt allerdings oft… Zwei Tage nach dem Waldviertler Eisenmann (also so am 14. August) kam der Gedanke auf für Klagenfurt noch die Erfahrung einer Langdistanz zu machen. 2. September 2017 in Podersdorf… Etwas unschlüssig –
vor allem wegen dem fehlenden Langdistanztraining – holte ich mir Ratschläge ein. Diese unterstützten mich in meinen Gedanken und somit gab es kein zurück mehr. Schnellstmöglich die Anmeldung erledigen… Was kann ich jetzt noch trainieren für die Langdistanz in Podersdorf? Etwas Erholung vom Eisenmann war ja auch nötig 😉 Zumindest schaffte ich dann am Sonntag 20. August meinen einzigen „long jog“ – 25 Kilometer. Und für Freitag den 25. August plante ich noch eine längeres Koppeltraining… An diesem Freitag hatte es dann leider 34 Grad… Geworden sind es dann 116 km am Rad und 15 km Koppellauf (bei dem ich dann fast stehend k.o. war…). Aber ich ließ mich nicht verunsichern. Durch das Mitteldistanztraining und vier absolvierten Wettkämpfen auf dieser Distanz im Jahr 2017 wusste ich, dass eine Basis vorhanden ist und ich es „nur“ dosiert angehen muss. Und ich hatte dann echt gute Taperingtage zum Schluss.
Am Wettkampftag bin ich dann schon um 02:30 Uhr aufgewacht. Somit hatte ich dann ausreichend Zeit für die letzten Wettkampfvorbereitungen. Und ich fühlte mich ausgezeichnet… Pünktlich erfolgte um 07:00 der Start. Es war windig (etwa 35 km/h); aber zum Glück trocken und sogar die Sonne kam dann zum Vorschein. Durch den Wind war der Neusiedler See sehr wellig. Die Trockenheit der letzten Monate spürte man auch… der See war echt seicht… Leider fühlte man sich dadurch teilweise bei einem Wandertag. Schade dass sich viele so „untriathletisch“ verhielten. Ich schaffte es immerhin 95 % der Strecke schwimmend zurückzulegen (nur bei den Bojen war es unmöglich zu schwimmen). Im Endeffekt profitierte ich auch anscheinend von den vielen Wanderern. Dadurch waren immer so viele Leute um einen dass anscheinend ein guter Sog vorhanden war. Auf wirklich gute Schwimmer verlor ich diesmal nur 1-2 Minuten… Total überrascht über meinen tollen Schwimmsplit (58:39) begab ich mich voll motiviert auf die Radstrecke. Da es vor dem Start doch ziemlich frisch war entschloss ich mich bereits unter dem Neo Ärmlinge sowie sogar ein Funktionsshirt unter dem Einteiler anzuziehen. Auf der Radstrecke war es dann ordentlich windig. Zwar auch Rückenwind aber durch den Gegenwind verliert man doch einiges an Zeit. Die ersten 3 von 6 Runden konnte ich in 2 h 21 min runterspulen (das war sogar etwas schneller als meine errechnete mögliche Radzeit von 4:43… und dies trotz dem Wind). In der vierten Runde das erste Tief. Ich wurde „etwas“ langsamer… Vielleicht hatte ich etwas zu wenig Kohlenhydrate zugeführt. In der 5. Runde ging es wieder dahin. Die sechste und letzte Runde war dann die langsamste. Der Grund war ein Krampf im Bereich der rechten Oberschenkelinnenseite. Nach 4:47:35 kam ich zurück in die Wechselzone. Hier entledigte ich mich vom Funktionsshirt und den Ärmlingen. Und mental bereitete ich mich vor, dass ich jetzt einen Marathon laufen DARF. Und der Weg in die Hölle war der Weg ins Paradies 😉 Den ersten Halbmarathon konnte ich auch noch in guten 95 Minuten zurücklegen. Dann wurde es zacher und zacher. Für die zweite Hälfte benötigte ich 105 Minuten. Das Laufen war echt hart. Aber den anderen ging es ja auch nicht viel besser 😉
Schließlich kam ich in sensationellen 9:09:55 auf dem 17. Platz ins Ziel 🙂 In meiner Altersklasse reichte es hinter Fuchs Andi (3maliger Sieger in Podo, 4 maliger Österreichischer Staatsmeister auf der LD) und dem Tschechen Petr Vabrousek (Sieger in Podo 2015) zum ausgezeichneten 3. Platz. Damit sicherte ich mir heuer auch meine vierte Österreichische Meisterschaftsmedaille – Silber in der AK40-44.

Fazit:
Eine LD ist ein langer Wettkampf 😉 Man sollte sich durch nichts beirren lassen. Es gibt Höhen und Tiefen (die jeder durchlebt…).
Auf einer LD ist es enorm wichtig sich ausreichend zu verpflegen und die richtige Menge KH zuzuführen. Beim Laufen sollte man sich bei den Labestationen die Zeit gönnen. Cola, Wasser… und ich setzte immer auf meine Gels aus dem Training (die auch dann im Einteiler mitnehme…).
Und ein ganz wichtiger Beitrag zum Erfolg ist die mentale Stärke… man muss alles positiv sehen. Wie ich schon in meinem Bericht erwähnte war es mir wichtig zu sagen ich DARF einen Marathon laufen… Und ein toller Satz war auch „Der Ruhm bleibt, der Schmerz vergeht“.
Für mich persönlich war/ist es eine Wahnsinnsleistung. Nachdem ich wegen einem chronischen Erschöpfungssyndrom von 2004-2011 keinen Sport ausüben konnte und mir damals prognostiziert wurde, dass es nichts mehr mit dem Sport werden wird… Mit dieser Diagnose habe ich mich auch nicht abgefunden und wusste dass ich wieder zurück kommen werde 😉 Man muss sich lediglich Bilder im Kopf zurecht legen, den Weg verfolgen sowie Geduld haben…